, Martin Kradolfer / Bilder: zVg

Herren 1 mit vielversprechender Startphase

Innerrhoder 1. Liga-Handballer muss sich Stäfa noch mit 28:33 (15:13) beugen.

Nach einem grandiosen Start führten die 1. Liga-Handballer aus Appenzell nach 18 Minuten mit 11:4. Dann kamen bei den Zürchern mehr Spieler aus der NLB-Mannschaft zum Einsatz und Appenzell liess nach. Und so ging das zweite Meisterschaftsspiel bei der U23 Mannschaft von Stäfa noch mit 33:28 verloren. Auf den ersten Minuten lässt sich aber für die Zukunft aufbauen.

Toller Start

Mit einem 5:1 Abwehrbollwerk, schnellem Spiel und "brutalem" Kampfgeist führten die Innerrhoder in Stäfa nach zehn Minuten mit 7:4 und nach 18 Minuten mit 11:4. Dabei kamen auch die notwendigen Emotionen nicht zu kurz. Dann kam bei den Zürchern ein starker Torwart und weitere Spieler aus der NLB-Mannschaft - total rund ein halbes Dutzend - zum Einsatz. Appenzell selber liess nach, produzierte vermehrt technische Fehler und bekundete Probleme, dass die Einheimischen ihre Verteidigung von 6:0 auf 5:1 umstellten und unter anderem ein grosser, bulliger Akteur der Zürcher am Kreis wirbelte. So drehte die Partie langsam. Dies auch weil sich die Platzherren steigerten. Beharrlich drückten sie aufs Tempo, und fanden in der Deckung zu mehr Stabilität. Bis zur Pause schmolz der Rückstand der Zürcher auf zwei Tore zusammen und Appenzell führte nur noch mit 15:13.

Niveau nicht mehr erreicht

Nach dem Seitenwechsel benötigten die gelbschwarzen Zürcher bloss 53 Sekunden bis zum Ausgleich. Der rechte Flügel zeichnete auch für die erstmalige Führung der Einheimischen (16:15) verantwortlich. Nur noch einmal gelang den Appenzellern durch Loris Zeller, denen langsam die Luft etwas ausging, der Ausgleich. Die Stäfner liefen derweil einen Gegenstoss nach dem andern und liessen sich auch durch eine doppelte Manndeckung der Innerrhoder so ab der 45. Minute nicht mehr bremsen. Die Gäste gerieten mit vier bis sechs Toren in Rückstand und konnten diesen nicht mehr aufholen. Appenzell kam nie mehr auf das Niveau der ersten 20 Minuten. Am Ende feierte Stäfa mit 33:28 den dritten Sieg im vierten Spiel fest. Dabei haben sich die Innerrhoder etwas selbst geschlagen und boten insgesamt eine durchzogene Leistung. Auf der "Hammerleistung" im "ersten Drittel" kann aber für die Zukunft in der ausgeglichenen 1. Liga-Gruppe aufgebaut werden.

Bei Appenzell erzielte in Stäfa Yannick Inauen am Flügel und aus Siebenmetern mit sieben Treffern am meisten Tore. Aber auch Simon Manser traf gut, wie aus dem Rückraum auch René Rigas und Lukas Manser. Von den abwechslungsweise im Gehäuse stehenden Torhütern bot Thomas Brülisauer in der sehr guten Beginn-Phase eine Superleistung.

SG Handball Stäfa U23 - TV Appenzell 33:28 (13:15)

Stäfa, Frohberg - 42 Zuschauer - Schiedsrichter: Kappeler/Ettling

Für den TVA spielten: Thomas Brülisauer (10 Paraden)/Raffi Graf (4 Paraden); Loris Zeller (1), Lukas Manser (4), Yannick Inauen (7/3), Noah Inauen (2), Tim Thür (1), Simon Manser (4/3), Rouven Bischof, Fabian Graber (2), Thomas Loser, Rouven Inauen (1), Laurin Manser (1), René Rigas (4), Sven Sutter (1). – Strafen: Stäfa 2 x 2 Minuten, Appenzell 3 x 2 Minuten.