Riegentag im WM-Fieber: Ghana holt sich den Titel!
Dank mustergültiger Organisation sowie den Einsätzen vieler tüchtiger Helferinnen und Helfern gelang es der Handballriege am vergangenen Sonntag, eine WM an einem einzigen Tag durchzuführen.
Beim morgendlichen Eintauchen ins Dorf Appenzell wähnte man sich in einem Ort, der wohl überwiegend aus Handballfreunden bestehen würde. Aus allen Richtungen bewegten sich Menschen besagter Vereinsherkunft zur Schulanlage Gringel und verbreiteten freudvolle Stimmung. Da drängte sich gefühlsmässig schon fast ein Vergleich mit der örtlichen Landsgemeinde auf. Wehende Landesflaggen sowie beiläufige Klänge, teils vertrauter Nationalhymen, verrieten schon ein wenig, welche Kulturen am grossen Fest der Handballfamilie teilnehmen würden. Die Wettergötter trugen auf verdankenswerte Weise zur wunderbaren Kulisse dieses Anlasses bei.
Der Riegentag stand in diesem Jahr unter dem Motto «d `Handballriege im WM-Fieber». Zusammengetragen aus Teams aller Spielkategorien (von U7 bis und mit Aktiven) entstanden wie üblich unwillkürlich Gemeinschaften, welche diese freundschaftlichen Wettkämpfe bestritten.
Neue Dimensionen
Das Verhältnis der Fussballschuhe zum Spielgerät schien zu stimmen. Lediglich die Figuren passten nicht so ganz ins Erscheinungsbild. Was soll`s - was ein echter Sportler ist, der gibt auch unter speziellen Bedingungen sein Bestes und befördert den Ball im Idealfall in die beabsichtigte Richtung. Stetiges, intensives Bestreben, irgendwie dieses übergrosse Ding zu treffen, stand auf diesem Platz im Vordergrund. Auch an diesem Spielort gab`s so für die mitfiebernden ZuschauerInnen regelmässig amüsante Spielsituationen zu bestaunen.
Vielfältiges Programm
Die Mannschaften hatten sich an diesem Turnier nicht nur in Sachen Fussball zu beweisen. Ob originelle Laufstaffel, bei der vor dem Start erst mal per Handabdrücke eingestempelt werden musste, Hüpf- und Kriechparcours im Drehkreuz, handfreies Tischfussballspiel oder das anspruchsvolle Transportieren von Wasser in Stiefeln von hüben nach drüben. Jede Disziplin hatte ihren besonderen Reiz und stellte die TeilnehmerInnen in verschiedensten Fähigkeiten auf spannende Proben.
Ein bisschen Ordnung muss sein
Wie in der Schule galt es auch hier, den Instruktoren gut zuzuhören, damit beim Startpfiff bereits volle Leistung möglich war. Regeln wollen natürlich befolgt werden, nicht nur im Sinne der Fairness. Die Spielrichter hatten zwar wachsame Augen, drückten aber hie und da auch eines zu. Nicht immer waren es die Jüngsten im Team, die zurückgepfiffen werden mussten.
Tugenden und Ziele
Sämtliche 14 teilnehmenden Teams traten nach ihrer «nationalen Angehörigkeit» kostümiert und geschmückt auf. Mit einfallsreichen Details schafften sie es, gar noch zusätzlich auf ihre «Herkunft» aufmerksam zu machen. Obwohl Spass und Pflege der Gemeinschaft wie gewohnt im Vordergrund standen, war das eine oder andere Temperament dann doch kaum zu bremsen. Am Turnier erfreulicherweise auch dabei, so wie es sich gehört: Italien, dessen Teamzusammenstellung wohl kaum durch Zufall entstanden sein dürfte.
Auffallend war immer wieder der bemerkenswerte Ideenreichtum, der sich während der Wettkämpfe bei vielen TeilnehmerInnen entwickelte. So gelang es womöglich dann doch, den Kontrahenten kurz vor der Ziellinie noch abzufangen. Bemerkenswerter Einsatzwillen und Teamgeist wie auch das Befolgen der Anweisungen des Gruppenchefs gehörten bei vielen offensichtlich zur Mannschaftsstrategie. Man wollte schliesslich den Grössten des Weltfussballs in möglichst nichts nachstehen und einen unvergesslichen Teamauftritt hinterlassen.
Familiäre Gemeinschaft
Das Ziel, mit diesem Riegentag die familiäre Verbundenheit zu untermalen und eine einzigartige Handballfamilie zu sein, ist auch in diesem Jahr wieder gelungen. Grösse, Gewicht und Hautfarbe spielen dabei ebenso wenig eine Rolle, wie der Grad der Geschicklichkeit oder der Altersunterschied. Und beim Mittagessen sitzt Gross und Klein einträchtig am selben Tisch und geniesst G’hackets und Hörnli, diesmal sonnengeschützt unter dem Dach eines prunkvollen Velounterstands.
Vorzügliche Gastfreundschaft
Das OK-Team mit Zeden Zürcher, Maria Infanger und Carola Koller war im Vorfeld nicht nur mit dem Aushecken der Spiele beschäftigt. Es war auch während des Turniers zu spüren, was eine starke Turnierleitung ausmacht. Das Trio stand jederzeit mit Rat und Tat zur Stelle. Auch die immer wieder neuen erstaunlichen Spielideen entstammen ihren Gedanken. In der letzten Vorbereitungsphase durften sie wieder auf die gewohnt gastfreundliche Unterstützung von Hauswart Marco Hanselmann zählen.
Siegerehrung
Muntere Diskussionen über Erfolge und gar kleine symbolischen Wetten zum möglichen Vereins-Weltmeister waren Teil von Austauschen im Verlauf des Tages. Nun wartete die Auflösung in der Gringelhalle auf die Teams.
Im Tagesprogramm nicht fehlen durften die jeweiligen Teambilder mit gruppenspezifischem Hintergrund. Die Ergebnisse liessen sich im Rahmen des Rangverlesens begutachten. Der Einsatz moderner Technologien hat auch hier Einzug gehalten; die Protagonisten bleiben dabei aber echt.
Bei der Rangverkündigung kamen alle Teams mit der Präsentation ihres Mannschaftsbildes zu Ehren. In den Top 3 landeten Ghana, Brasilien und Ägypten in dieser Reihenfolge.
Ghana wurde somit Vereinsweltmeister und durfte zum Abschluss des Riegentags den Pokal mit der bei Vielen begehrtesten Farbe entgegennehmen.
Weitere Bilder gibt`s auf diesen Seiten unter der Rubrik "Für unsere Fans".