, Sutter Tobias/ Fotos: Dani Gmünder

FU16 behält in attraktivem Spitzenspiel die Oberhand

In einer ausgeglichenen und nervenaufreibenden Partie, in welcher kein Team während der 60 Minuten mit mehr als zwei Zählern Differenz davonziehen konnte, zeigt die FU16 des TVA eine starke Leistung.

Vor der Begegnung zwischen den Juniorinnen des TVA und des HC Arbon war klar, dass es sich um das Spiel der beiden stärksten Teams in der neuen Liga handelt. Beide gewannen bislang sämtliche Spiele in der Meisterschaft. Tatsächlich hielt die Partie, in welcher kein Team während der 60 Minuten mit mehr als zwei Zählern Differenz davonziehen konnte, dann auch was sie im Vorfeld versprach.

Das Spiel startete ausgeglichen. Die Angriffe der Gäste aus Arbon waren sehenswert, die Abwehrreihe der Appenzellerinnen arbeitete solide und machte ihrem Namen alle Ehre. So gestand man den Arbonerinnen keine einfachen Tore, während die Appenzellerinnen im Angriff konzentriert ihre Lücken suchten. Dass dieses Spiel aber einen anderen Charakter als die bisherigen Spiele hatte, wurde schnell klar, denn das Spielniveau war in sämtlichen Belangen höher. Dies führte dann auch zu einer deutlich höheren Anspannung bei den Spielerinnen und es entstanden Fehler, welche bei den bisherigen Spielen nicht vorkamen. In der 15. Minute erzielte dann Nena Schenk nach zwei direkt aufeinanderfolgenden sehenswerten Treffern die erstmalige Führung für den TVA. Danach blieb das Spiel eng, die Appenzellerinnen konnten ihre Führung maximal auf ein Tor ausbauen, bis die Arbonerinnen wieder regelmässig ausgleichen konnten. So gingen die beiden Teams mit einer knappen Führung von 13:12 für den TVA in die Pause.

Nach der Pause ging es auf ähnliche Art und Weise weiter. Im Angriff der Appenzellerinnen suchte man Lücken, doch standen die offensiv positionierten Verteidigerinnen des HC Arbon gut. Dennoch konnten die Appenzellerinnen regelmässig Strafstösse herausholen, welche Captain Riana Koller in einer für sie sehr starken Partie mit hoher Trefferquote verwandelte. In der 40. Minute konnten die Spielerinnen des HC Arbon wieder durch sehenswerte Treffer in Führung gehen, doch wurden sie in der 49. Minute von den Appenzellerinnen erneut eingeholt. Während der letzten zehn Minuten fügten die vermeintlichen Autoren dieses Spitzenspiel-Krimis noch eine Stufe an Spannung hinzu. Dieses Spiel und dessen Akteurinnen hätten mit Sicherheit mehr Zuschauer verdient! In der 56. Minute hielt Jael Fässler einen Strafstoss bravourös und wahrte für ihre Mannschaft auch mit den bisherig sehenswerten Paraden die Chance auf den Sieg. Auch nahm die Härte in der Verteidigung zu und war für den Unparteiischen keine einfach zu leitende Partie. Anfangs der 57. Minute erzielten die Arbonerinnen den Ausgleich zum 21:21 und anfangs der 59. Minute erzielte Riana Koller per Penalty die Führung zum 22:21. Nach einer bärenstarken Parade durch Jael Fässler und folgenden Zeitstrafe für den TVA geling dem HC Arbon wiederum den Ausgleich zum 22:22. Die Uhr tickte munter weiter und es waren noch knapp 30 Sekunden zu spielen, als Giulia Maselli in Unterzahl mit einem beherzten Durchbruch einen weiteren Penalty herausholte – die Uhr zeigte noch elf Sekunden an. Riana Koller zeigte Nerven aus Stahl und verwandelte den Treffer, was den Sieg für den TVA und das Ende dieses nervenaufreibenden Krimis bedeutete.

Nach dem Spiel war man sich einig, dass auch die Spielerinnen des HC Arbon für ihre ansehnliche Leistung Punkte verdient hätten. Doch zeigten die Appenzellerinnen des TVA mit einer starken Mannschaftsleistung auf, weshalb sie diese Saison bislang alle Spiele für sich entscheiden konnten. Und so behielten sie auch in diesem nervenaufreibenden Spitzenspiel mit 23:22 die Oberhand.

Für den TVA spielten: Jael Fässler (12/34 Paraden, 36%); Nena Schenk (2), Riana Koller (11), Leandra Koster (1), Anna Manser, Elena Koller (3), Giulia Maselli (2), Diana Serifi, Lynn Rusch (1), Riana Tobler (2), Anisa Music (1)