, Martin Hüsler / Bilder: Fabian Koller

Herren 1 - erste Punkte sind eingefahren

Der TV Appenzell gewinnt das Heimspiel gegen Pfader Neuhausen 28:24 (15:9).

In einer Begegnung, bei der die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell ab der 10. Minute das Heft ziemlich entschlossen in die Hand nahmen, schauten die ersten beiden Punkte in der eben angelaufenen Saison heraus. Für die personell dezimiert angetretenen Pfader aus Neuhausen lag ein Sieg bald einmal ausser Reichweite, doch waren sie ein unbequemerer Gegner, als es das Resultat vermuten lässt.
Die etwas über 300 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Wührehalle waren mit dem Gebotenen offensichtlich zufrieden. Sie bekamen eine Heimmannschaft zu sehen, die über weite Strecken ein recht konsequentes Tempospiel aufzog und in der ersten Halbzeit in der Deckung mit der nötigen Bissigkeit ans Werk ging.

Neuhausen ausgedünnt angetreten

Lediglich neun Tore musste der TVA den Neuhausern bis zur Pause zugestehen, woran Torhüter De Carli einen wesentlichen Anteil hatte. Nach dem 9:5 in der 18. Minute betrug die Differenz nie mehr weniger als vier Tore. Das ist im Handball zwar kein absolut sicheres Polster, aber ein solcher Abstand vermag doch einigermassen zu beruhigen. Den Appenzellern kam natürlich entgegen, dass die Pfader aus Neuhausen eine lange Verletztenliste zu beklagen haben und lediglich mit zehn Mann anreisen konnten. Das zehrte logischerweise an ihren Kräften. Dreh- und Angelpunkt im Schaffhauser Team war Spielertrainer Rares Jurca, seines Zeichens 130-facher rumänischer Nationalspieler, zudem mit Bundesliga-Erfahrung ausgestattet und bei vier NLA-Vereinen tätig gewesen. Seine Routine blitzte, gerade bei überraschenden Pässen an die Flügel, hie und da auf. 

Verbesserungsbedarf geortet

Ob des letztlich ungefährdeten Sieges dämpfte TVA-Trainer Christian Hamm indes allzu euphorisches Gehabe und hielt den Grundsatz hoch, wonach das Bessere der Feind des Guten ist „Die Mannschaft hat gewiss ordentliche Ansätze erkennen lassen. Aber ich kann trotzdem nicht mit allem zufrieden sein. Etwas mehr Entschlossenheit und ein noch dezidierteres Anstreben des Erfolgs hätte ich mir gewünscht. In der Mannschaft steckt mehr, als sie heute offenbart hat. Und dann muss auch die Wurfausbeute bei diesem und jenem Spieler noch positiver werden.“
Zu den guten Ansätzen durfte man wohl das Tor zum 17:11 zählen, das Dano Waldburger nach einer bestechenden Kombination erzielte. Und dass gegen Schluss dem von Ramon Hörler erzielten Flieger-Tor wegen Übertretens die Anerkennung versagt blieb, gehört in die Rubrik „Bedauerlich“.

Auswärts im Cup

Die nächste Gelegenheit zu Verbesserungen bietet sich dem TV Appenzell bereits am Mittwoch, 28. September. Mit Spielbeginn um 20.45 Uhr hat er in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups auswärts bei der HSG Siggenthal/Vom Stein Baden – ebenfalls ein 1.-Ligist – anzutreten. Gewinnen die Innerrhoder diese Partie, würden sie in den Sechzehntelfinal aufrücken und könnten unter Umständen einen namhaften Gegner in der Wührehalle empfangen.

TV Appenzell: Flavio De Carli (1 Tor, 20 Paraden)/Rouven Bischof (für 1 Siebenmeter); Lukas Manser (6), Ramon Hörler (2), Yannick Inauen (3), Tim Thür (3), Dano Waldburger (1), Simon Manser (3), Rouven Bischof (1), Lucius Graf (5/2), Laurin Manser, Fabrice Obere (1), Elias Valaulta (1), Sven Sutter (1). – Strafen: TVA 3mal 2 Minuten; Pfader Neuhausen 2mal 2 Minuten. – TVA ohne Thomas Loser, Arie Thür, Rouven Inauen, Luca Eugster, Marco Streule, Daniel Inauen, Fabrizio Holenstein.