, Martin Hüsler / Bild: Fabian Koller

Herren 1 - Erste Cuphürde erfolgreich genommen

Der TV Appenzell landet gegen die HSG Leimental einen nie gefährdeten 28:19-Sieg.

Der Auftakt in die Saison 2022/23 ist dem Fanionteam des TV Appenzell gelungen. In der 1. Cup-Vorrunde lieferte die auf einigen Positionen umformierte Mannschaft des Trainergespanns Hamm/Wild eine respektable Leistung ab. Sie liess aber auch erkennen, dass das Potential noch keineswegs voll ausgeschöpft ist.

Wenn es im Handball elfeinhalb Minuten dauert, bis eine Mannschaft den ersten Gegentreffen entgegennehmen muss, hat sie einiges richtig gemacht. 5:0 lag der TVA voran, als die ebenfalls in der 1. Liga spielenden Leimentaler in der 12. Minute den glänzend aufgelegten TVA-Torhüter De Carli – er liess sich später auch durch einen Kopftreffer nicht beirren – erstmals zu überwinden vermochten. Bis dahin hatte sich die Deckung der Innerrhoder als Bollwerk erwiesen, bei dem es kein Durchkommen gab. Und dem hohen Tempo, das der TVA im Angriff vorlegte, zollte der Gast zunächst mehr Tribut, als ihm lieb sein konnte. Ohne die zu Saisonbeginn verständliche Anfangsnervosität hätten durchaus noch mehr Innerrhoder Treffer fallen können.

Der Auftritt der Neuen

Gespannt war man, wie sich die Neuzugänge Lucius Graf und Ramon Hörler ins Team einfügen würden. Nun, der Start im neuen Dress darf bei beiden als geglückt bezeichnet werden, auch wenn ihre Einsatzzeit einstweilen bemessen war. Aber auch so wurde schnell ersichtlich, dass der TVA in der bevorstehenden Saison von viel NLA-Erfahrung wird profitieren können. Gut zu rechtfertigen wussten die erstmals im Fanionteam auflaufenden Daniel Inauen, Fabrizio Holenstein und Marco Streule das Vertrauen, das ihnen das Trainergespann schenkte. Inauen erzielte drei schöne Tore vom Flügel aus, Holenstein zeigte, dass er am Kreis zu rackern versteht, und Streule konnte in den letzten Minuten auf der Position des Spielmachers Selbstvertrauen tanken.

Mangelnde Chancenauswertung

Befürchtungen, die seitens seiner Mannschaft überlegen geführte Partie könnte kippen, musste Trainer Christian Hamm zu keinem Zeitpunkt hegen. Aber ganz zufrieden konnte er gleichwohl nicht sein. Er monierte das Auslassen von zu vielen aufgelegten Chancen, namentlich bei Gegenstössen. Von den drei den Appenzellern zugesprochenen Siebenmetern ging nur einer ins Netz. Das glich sich aber insofern aus, als Jan Bischof die drei Leimentaler Penaltys parierte. Insgesamt aber hätte das Endresultat mit etwas mehr Kaltblütigkeit Kanterdimensionen annehmen können. Der TVA hat nun bis zum 10. September Zeit, an den Stellschrauben zu drehen. Dann erfolgt gegen den HC Arbon auswärts der Start in die Meisterschaft.

TV Appenzell: Flavio De Carli (15 Paraden)/Jan Bischof (3 Paraden); Lukas Manser (3), Ramon Hörler (1), Marco Streule, Tim Thür (4), Dano Waldburger (3), Simon Manser (5), Daniel Inauen (3), Thomas Loser (1), Lucius Graf (2), Elias Valaulta (1/1), Fabrizio Holenstein (1), Sven Sutter (4). – Strafen: TVA 5mal 2 Minuten, Leimental 4mal 2 Minuten. – TVA ohne Yannick Inauen, Rouven Bischof, Arie Thür, Laurin Manser, Fabrice Oberle und Rouven Inauen.