, Sutter Benedikt

Herren 2 gewinnt endlich gegen den TV Herisau

Nachdem das Herren 2 alle Spiele gegen den TV Herisau der letzten Jahre teils knapp und unglücklich, teils klar und kläglich verloren, gelingt am Sonntag endlich der Exploit: Appenzell gewinnt ein heisses Heimspiel mit 27:26 (11:15).

Trotz ungewohnter Spielzeit am Sonntagabend durften die Innerrhoder vor erstaunlich vollen Rängen antreten. Appenzell startete sehr konzentriert ins Spiel, aufoperungsvoll wurde vorne füreinander gespielt und die Verteidigung der Gäste in Bedrängnis gebracht, so dass klare Torchancen die logische Folge waren. Erst nach etwa zehn Minuten geriet Appenzell in alte Fahrwasser, schwache Abschlüsse häuften sich, Herisau konnte auf- und dann überholen. Ein Timout nach rund 20 Minuten und bei drei Toren Rückstand brachte der Heimmannschaft ebenfalls keine nennenswerte Besserung, im Gegenteil. Kurz vor der Pausensirene wurde vorne die Chance zum Anschluss auf 2 Tore vergeben und die Gäste konnten ihren Vorsprung auf vier Tore zum 11:15 ausbauen. Entsprechend enerviert fiel dann auch die Pausenansprache aus.

Dieser Weckruf hingegen zeigte Wirkung. Die Innerrhoder verkauften ihre Haut weiterhin so teuer wie möglich und konnten den Rückstand zeitweise verringern, zeitweise auch nur halten. Die Gäste wurden etwas nachlässig, Torwart Stadler machte ihnen das Leben aber auch nicht einfach. Die letzten fünf Minuten hielt er seinen Kasten gar komplett sauber, Herisau sollte in Minute 55 zum Stand von 23:26 ihr letztes Tor gelingen. Dementsprechend hektisch war aber die Schlussphase. Appenzell holte plötzlich Tor um Tor auf, die letzten Kräfte wurden mobilisiert um das unwahrscheinliche doch noch möglich zu machen. Rund eine Minute vor Schluss glich Langenegger aus. Der darauf folgende Abschluss der Gäste fand seinen Weg ins Tor nicht, Coach Wüthrich nahm die Auszeit und Captain Neff gab die Schlachtordnung bekannt: einige Sekunden vor Schluss ins Foul laufen, den Freistoss direkt ausführen und drauf hämmern. Ein durch seine Einfachheit bestechender Plan, in dem er selbst auch gleich die Hauptrolle übernahm: den Freistoss 5 Sekunden vor Schluss versenkte er unhaltbar unter der Latte. Der Sieg war Tatsache, die Freude ausufernd. Appenzell grüsst damit zumindest vorläufig vom 3. Tabellenplatz.

Bereits nächsten Samstag steht die zweite Herrenmannschaft wieder im Einsatz, auswärts wird gegen Teufen gespielt. Das Hinspiel dazu konnte Appenzell zwar gewinnen, die Ausserrhoder sind aber nicht dafür bekannt, den Kopf vorzeitig in den Sand zu stecken. Es werden auf jeden Fall wieder 60 Minuten Kampf und Leidenschaft notwendig sein, um zwei weitere Punkte ins Trockene zu bringen.