, Sutter Benedikt

Herren 2 erfüllt die Pflicht

Letzten Sonntag war die 2. Herrenmannschaft zu Gast in Wittenbach. In einem über weite Strecken emotionslos vorgetragenen Spiel werden zwei Punkte ins Trockene gebracht.

Harzfreie Auswärtsspiele gehören nicht unbedingt zu den Vorzeigestücken der 2. Mannschaft. Spiele am Sonntag sind auch generell unbeliebt. Trotzdem war die Motivation hoch. In der letzen Saison konnten seit ewiger Zeit wieder einmal Auswärtspunkte gegen den HC Rover Wittenbach eingefahren werden. Dieses Husarenstück zu wiederholen war das erklärte Ziel.

Der Start ins Spiel gelang nach Mass. Schnell konnten ein paar Tore Vorsprung herausgespielt werden, die ersten 8 Minuten blieb man ohne Gegentor. Die Verteidigung, die nach dem letzen Spiel noch Anlass zur Sorge gab, arbeitete hervorragend, Torwart Stadler liess die Reflexe aufblitzen und legte den Grundstein für eine erstklassige Quote. Umso erstaunlicher ist es, dass die Maschinerie alsbald ins Stocken kam. Der Vorsprung pendelte sich bei rund drei Toren ein, ein frühzeitiges Absetzen gelang nicht. Das Pausenresultat von 9 - 12 spricht zwar für die Deckungsarbeit, hätte aber auch höher ausfallen können.

Die zweite Halbzeit startete nicht weniger lethargisch als die erste aufgehört hatte. Eine gewisse Ideenlosigkeit im Angriffsspiel machte sich breit, halbherzige Abschlüsse und Einzelaktionen waren die Folge. Appenzell hielt sich zwar dank konsequenter Deckungsarbeit im Spiel, Wittenbach vernahm aber einen leichten Duft von Morgenluft. So gestalteten sich die letzten Spielminuten unnötig nervenaufreibend. Der Vorsprung konnte aber über die Zeit zum Resultat von 19 - 21 gerettet werden, trotzdem wollte bei den Gästen nach dem Schlusspfiff keine rechte Freude aufkommen. Allen war bewusst, dass die Leistung kein Grund für gegenseitiges Schulterklopfen war.

Nächsten Samstag steht wieder ein Heimspiel auf dem Programm, der SV Fides wird zu Gast sein. Einschätzungen zum Gegner sind nach zwei abgebrochenen Spielzeiten und Zwangspausen schwierig, Appenzell wird sich aber vor allem auf sich selber konzentrieren müssen. Die gewohnte Leistung konnte zwar phasenweise abgerufen werden, die Konstanz lässt aber noch zu wünschen übrig.