Herren 1 - Erhebliche Torflut in der Wühre
Das Herren-1-Team des TV Appenzell vermochte sich nach lange ausgeglichenem Spiel gegen die SG Uster/Stäfa in der zweiten Halbzeit abzusetzen und einen schliesslich deutlichen Sieg zu landen. Zwanzig Minuten vor Schluss sah es aber noch gar nicht danach aus.
Fast als „Schreckminute“ muss die 38. apostrophiert werden. Dem TVA war es zu Beginn der zweiten Halbzeit gelungen, sich etwas Luft zu verschaffen und eine Vier-Tore-Distanz zu erarbeiten. Doch dann brachte Gian Spörndli die Gäste mit zwei Toren in Folge auf 21:20 heran. Sollten die Bemühungen, die Zürcher Oberländer auf die Verliererstrasse zu drängen, sich in Luft auflösen und sollte ein budgetierter Sieg doch noch in die Binsen gehen?
Lange Zeit im Gleichschritt
Dass die SG Uster/Stäfa für die Innerrhoder ein ungemütlicher Gegner werden könnte, war zum vornherein klar und bestätigte sich in den Anfangsminuten denn auch. Die ersten zehn Minuten waren gekennzeichnet von einem Vorankommen im Gleichschritt, was sich auf der Anzeigetafel in Ein-Tore-Schritten manifestierte. Erst in der 12. Minute schuf Daniel Inauen den ersten Zwei-Tore-Vorsprung für den TVA, der aus diversen Gründen mit lediglich zwölf Spielern angetreten war. Und knapp zehn Minuten später war Arie Thür, mit neun Treffern Topskorer der Partie, für die erstmalige Drei-Tore-Distanz besorgt. Als Yannick Inauen in der 24. Minute dann auf 14:9 vorlegen konnte, nahm bei den über 200 Zusehenden die Zuversicht auf einen doppelten Punktegewinn schon solidere Form an. „Bei uns haben in dieser Phase, wie dann auch in der späteren zweiten Halbzeit, die schnelle Mitte und die zweite Welle gut funktioniert“, nannte TVA-Trainer Christian Hamm die Ursachen für das Wegziehen. Doch bis zur Pause kämpfte sich die SG Uster/Stäfa wieder auf zwei Tore heran.
Rückzugsverhalten verbesserungsfähig
Dass die Gastgeber ihren Widersacher doch relativ lange eine gefährliche Nähe zugestehen mussten, hing aus Sicht des Trainers auch mit dem nicht in allen Teilen geglückten Rückzugsverhalten seiner Mannschaft zusammen. „Daran müssen wir arbeiten.“
Ein sicherer Halt war den Innerrhodern Torhüter Flavio De Carli. Er schraubte seine Abwehrquote auch dank zweier abgewehrter Siebenmeter auf einen höchst beachtlichen Wert, derweil sein ansonsten sehr zuverlässiger Kollege Jan Bischof für einmal nicht ins Spiel fand.
Tuchfühlung gewahrt
Noch drei Hauptrundenspiele warten auf den TV Appenzell, ehe feststeht, ob er, wie letztes Jahr, in die Aufstiegsbarrage einsteigen kann. Jedenfalls bleibt er mit seinen 32 Punkten aus 19 Spielen dem Gruppenleader HC Arbon auf den Fersen. In Reichweite der beiden Spitzenteams lauern die Pfader Neuhausen, die aber noch gegen Arbon anzutreten haben. Für den TVA geht es am kommenden Sonntag um 18.00 Uhr weiter, wenn er in der heimischen Sporthalle Wühre den TSV Fortitudo Gossau 2 empfängt.
TV Appenzell: Jan Bischof (Abwehrquote 0 Prozent)/Flavio De Carli (40 Prozent); Lukas Manser (4), Yannick Inauen (4), Tim Thür (3), Simon Manser (3), Rouven Bischof, Daniel Inauen (8), Arie Thür (9), Lucius Graf (3/1), Rouven Inauen (5), Marco Inauen. – Strafen: TVA 3mal 2 Minuten, Uster/Stäfa 2mal 2 Minuten. – TVA ohne Luca Eugster, Simon Bamert, Niels Ham, Thomas Koller, Joel Locher, Laurin Manser, Fabrice Oberle, Ivano Sovic, Fabio Sutter, Kai Thür.