, Martin Hüsler / Bilder: Dani Gmünder

Herren 1 - Zweite Halbzeit aus einem Guss

Der TV Appenzell gewinnt auswärts gegen die SG SeenTigers/Pfadi Winterthur mit 31:27 (13:16).

Dank einer vorzüglichen dritten Viertelstunde kann das Herren-1-Team des TV Appenzell ein Spiel kehren, in dem es in der ersten Halbzeit nur bedingt auf Touren kommen wollte. Mit diesem Sieg am Sonntag in der Winterthurer Sporthalle Neuhegi können die Innerrhoder ihre Leaderposition in der 1.-Liga-Gruppe 1 untermauern.

Es wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass die Partie gegen die SG Seen Tigers/Pfadi eine enge Kiste werden würde. In der ersten Halbzeit sah es lange auch danach aus. „Wir brauchten einige Zeit, um ins Spiel zu finden und den Wirkungskreis von Yannick Ott, dem Denker und Lenker der Winterthurer, einzuschränken. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung noch vor der Pause ist uns dies besser gelungen. Deshalb bauten wir in der zweiten Halbzeit weiter auf dieses System, was sich schliesslich bezahlt gemacht hat“, sah TVA-Trainer Christian Hamm den Hauptgrund für den Erfolg.

Kritischen Moment gut überstanden

Als es den Tigers knapp sechs Minuten vor der Pausensirene gelang, auf vier Tore wegzuziehen, verhiess das vordergründig nichts Gutes. Der in Front liegenden Mannschaft kann das Flügel verleihen. Zwar sind im Handball bei einer Vier-Tore-Differenz noch alle Möglichkeiten offen, zumal wenn sie in einer frühen Phase zustande kommt. Doch auch ein Rückstand in dieser Höhe muss halt erst einmal abgearbeitet werden. Bis zur Pause reduzierte sich der Rückstand des TVA immerhin auf drei Tore. Und bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn konnten die Innerrhoder dank Toren von Rouven Bischof und Lucius Graf zum Spielstand von 17:17 gleichziehen. Das 19:19 in der 40. Minute bedeutete ein letztes Aufschliessen der Gastgeber. Danach setzte der TVA die Akzente und zog relativ schnell auf fünf Tore weg. Dass beide Torhüter solide Arbeit ablieferten – Jan Bischof parierte unter anderem einen Siebenmeter von Yannick Ott – trug zum günstigen Verlauf der Dinge bei.

Drei blitzsaubere Gegenstösse

Sicherheit vermittelte in der 51. Minute Lucius Grafs Tor zum 27:21 aus TVA-Sicht. Aber die Winterthurer kamen in der 56. Minute nochmals auf vier Tore heran, ein Spielstand, der auch zu diesem Zeitpunkt eine Partie, wenn's der Teufel will, noch zum Kippen bringen kann. Daniel Inauen war es, der innerhalb von nicht einmal zwei Minuten drei Gegenstösse laufen konnte und sie erfolgreich abschloss. Damit waren die beiden Punkte aus einer exemplarisch fair ausgetragenen Partie diskussionslos im Trockenen.

„Ich bin zufrieden mit unserer Leistung. Nach den leichten Anlaufschwierigkeiten hat die Mannschaft erkennen lassen, dass die Spitzenposition in der Gruppe nicht von ungefähr kommt“, zollte Christian Hamm seinen Mannen Anerkennung.

Es dauert nun drei Wochen, bis der TVA sein nächstes Spiel austrägt, und erneut ist es ein Auswärtsspiel. Am Samstag, 6. Dezember, empfängt der TV Unterstrass Zürich die Appenzeller in der Sporthalle Blumenfeld.

TV Appenzell: Jan Bischof (Abwehrquote 23 Prozent)/Flavio De Carli (28 Prozent); Lukas Manser (2), Yannick Inauen (1), Kai Thür (1), Simon Manser (3), Rouven Bischof (2), Daniel Inauen (5), Arie Thür (4), Lucius Graf (11/3), Rouven Inauen (2), Laurin Manser, Ivano Sovic. - Strafen: je 1mal 2 Minuten. - TVA ohne Simon Bamert, Tim Thür, Niels Ham, Thomas Koller, Joel Locher, Luca Eugster, Marco Inauen, Fabrice Oberle, Fabio Sutter.